Dirndltasche beim Sonntagsspaziergang: Es ist still geworden auf der Theresienwiese. Die Arbeiter tragen jetzt Jacken statt nackter Haut und arbeiten wie gedämpft vor sich hin. Sie erinnern Dirndltasche & Co. an immer langsamer und leiser summende Bienen im Herbst. Die Wiesn ist seit einer Woche aus und beim Bummel über die Wirtsbudenstraße lassen die Freundinnen samt Dirndltaschen einige Momente im Festzelt und im Biergarten Revue passieren. Unvergesslich: Der Anstich. Die ersten Masskrüge werden um sensationelle drei Minuten nach 12 Uhr serviert. Aber wen interessiert schon das Anstoßen, der erste kühle Schluck Bier, das Prosit der Gemütlichkeit? Erstmal: Kein Schwein. Der Triumph als einer der ersten Tische die Biere serviert bekommen zu haben muss dokumentiert, die Freude hochgeladen und mit der Welt geteilt werden. In anderthalb Minuten sind an unserem Tisch von zehn Masskrügen mehr Fotos entstanden als von einer sechswöchigen Kanada-Rundreise anno `93. Erst posten, dann prosten! ©TrachtenBrummsel 2011. Und wenn man das Einchecken im Festzelt vergisst, ist man quasi gar nicht da. Dirndltasche & Co. bilden hier keine Ausnahme. Sinkt die Akkuleistung, steigt die Sorgenfaltendichte. Nicht, dass es am Ende Lücken in der Beweiskette für die Null-Fehltage-Profileistung gibt. Ein Ersatzakku-Verleiher wird gefeiert als hätte er “Freibier für alle” spendiert und hundert Dirndltaschen auf einen Schlag abgekauft. Frei nach Monaco Franze: Spatz, es gibt Sachen im Leben – und besonders auf dem Oktoberfest, die wenn man nicht selber erlebt hat, dann glaubst man´s selber fast nicht!
Dirndltasche auf Weltreise: Erst posten, dann prosten!
TrachtenBrummsel am 10. Oktober 2011
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Dirndltasche auf Weltreise: Schatzi, schenk mir a Brummsel!
TrachtenBrummsel am 6. Oktober 2011
Die bezaubernde Dirndltasche und ihre Freunde durften eine traumhafte Wiesn erleben. Worte über´s Wetter verliert man sonst nur, wenn man andere Gesprächsthemen meiden möchte, aber zwölf Tage Kaiserwetter am laufenden Band sind´s wert erwähnt zu werden.
So sah´s aus am
♥ ersten Tag = ANSTiCH!!!: Beim Aufstehen skeptische Blicke aus dem Küchenfenster. Wird´s diesmal grau und kalt beim Ansitzen? Hat der Wetter-Gott ein schlechtes Bier erwischt? Nein. Alles gut! Ab 10.30h sitzen drei Dirndltaschen + Anhang im Hacker Biergarten unter strahlend weiß-blauem Himmel. Das Armbändchen “WiesnFreunde” findet sogleich ebensolche und glitzert in der Sonne. Die neue Dirndlschürze unserer Freundin brinarina gefällt allen, allein wir treffen uns leider nicht. Zu viele Leute! Was möchten die alle hier? Etwa Bier?
♥ zweiten Tag: Beim Aufstehen ungläubige Blicke aus dem Küchenfenster. Warum hat sich´s nachts nicht einfach ausgeregnet? Und kalt ist es! Aber egal, weil die ersten Eil-Bestellungen für Dirndltaschen eingehen und uns ordentlich warm wird beim temporeichen Erledigen. Abends rocken vier Dirndltaschen und ihre Freunde im Ammer. Ein Hammer! Der Höhepunkt des Abends ereignet sich allerdings nicht beim Luftgitarre spielen, sondern im Biergarten. Ein rauchender Anwalt spricht mit uns. Und bestellt prompt eine ganze Wagenladung Dirndltaschen für all seine Damen in beiden Kanzleien. Dirndltasche goes Maximilianstraße, yeah!!!
♥ dritten Tag: Beim Aufstehen nur noch hochgezogene Augenbrauen. Regnet sich´s jetzt echt ein? Und werden wir Glühwein trinken auf der Festwiese? Gab´s alles schon: Wadenhoher Schnee überraschte uns vor einigen Jahren beim Verlassen der Ochsenbraterei. Aber wir möchten das nicht! Abends sitzen die Dirndltaschen-Freundinnen mit Strickjoppen fröstelnd im Löwen. Man bekommt zum Glück zu fortgerückter Stunde eine Rose überreicht und so fühlt sich´s zumindest ein kleines Stückerl wärmer an.
♥ vierten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick erstmal auf die große Rose – das Dreckswetter wird ab sofort mit Ignoranz gestraft. Außerdem müssen viele Dirndltaschen zu dem großzügigen Anwalt befördert werden und die Mischung aus Freude und Schlepperei macht auch ordentlich warm. Am Abend feiert die Dirndltasche mit Freunden im Ox und gründet spontan eine Film-Produktionsfirma der besonderen Art. Nur zwecks der allgemeinen Bespaßung natürlich. Touristen muss man manchmal foppen – die denken nun, wir würden poppen.
♥ fünften Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf einen Morgenhimmel, der schon einiges kann. Und es wird noch besser: Der größte Dirndltaschen-Fan aus Kölle reist an zum mehrtägigen Wiesn-Besuch. Ab jetzt scheint nur noch die Sonne und wir führen die passend sonnengelben Dirndltaschen zum Wiesn-Bummel mit anschließendem Einkehrschwung im Löwen aus. Der Obatzda-Dreier dort kann übrigens auch einiges >> merken für die Wiesn 2012.
♥ sechsten Tag: Beim Aufstehen wird das Wetter von nun an nicht mehr kritisch beäugt. Allerbestes Wiesn-Wetter, so wie sich´s gehört! Eine rot-schwarze und eine braun-orange Dirndltasche dürfen mit ihren Freunden eine spannende Stadtführung durch die Altstadt erleben und sind tief beeindruckt von den Geschichten aus dem mittelalterlichen München. Nach der dunklen Fürstengruft zieht es uns wieder an die Sonne und natürlich in den Augustiner Biergarten auf der Wiesn. Wir treffen eine dritte Dirndltasche, gut eingeschenkte Masskrüge (die eine Seltenheit bleiben sollen auf dem Oktoberfest 2011), allerliebste Freunde und den Schnitzelkönig. So kann´s weitergehen!
♥ siebten Tag: Beim Aufstehen wird sich schon fast über die 17-Uhr-Reservierung geärgert, weil die Dirndltaschen und ihre Mädels lieber den ganzen Tag und Abend UNTER dem Himmel der Bayern statt IN selbigem sitzen möchten. Aber da müss ma jetzt durch, eine neue Runde, eine neue Fahrt. Diese führt zwei Dirndltaschen auch noch in die Vroni, wo eine sehr spontane Pink-Liebhaberin eine Brummsel vom Dirndl weg kaufen möchte. So spontan sind wir leider nicht, da quasi unser ganzes Leben (Geld, Biermarken, ec-Karte, Schlüssel und vor allem das bPhone) in dieser Dirndltasche stecken. Aber Schatzi bekommt ein Foto und eine TrachtenBrummsel-Visitenkarte; wir noch eine Einladung an die Caipi-Bar: Na, gut!
♥ achten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf einen beachtlichen Dirndl-Dirndlblusen-Dirndltaschen-Berg. Und es ist wahnsinnig hell! Sonnenbebrillt werden die Dirndltaschen zum Lüften auf den Balkon gebracht, die restlichen Wiesn-Uniformen drehen eine schnelle Runde in der Waschmaschine. Ganz ohne launige Ansage und David Guetta-Sound. Tagsüber werden die zwei Dirndltaschen zu Jeans-Röcken kombiniert in der Sendlinger Straße und auf dem alten Südfriedhof gesichtet. Abends treffen sie auf zwei weitere Modelle, sind somit die phantastischen Vier und trinken kein Bier. Die Dirndltaschen-Freundinnen werden mit prunkvollen Kaiserschmarrn-Kronen und Drumsticks zu Wiesn-Königinnen gekrönt und grüßen den jubelnden Hofstaat. Eine After-Wiesn-Aktion steht bevor, großer Fehler. Am nächsten Tag verschlafen alle Dirndltaschen das Platzkonzert vor der Bavaria. Eine Schande.
♥ neunten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf die Uhr. Verdammt! Bis etwa 17.30 Uhr muss die Festwiese heute auf die Dirndltasche und ihre Freunde warten und selbst dann wird sie nur im Eilschritt überquert. Ziel ist die Oide Wiesn! Ein wunderbar gemütlicher Abend unter freiem Himmel. Der Biergenuss aus den kultigen Keferlohern wird nur selten durch Erinnerungsblitze an die Masskrug-Rede des verehrten Herrn Polt getrübt. So eine Dirndltasche ist stabil und hält was aus. Selbst wenn ihr der Masskrug leicht aufgsetzt würde!
♥ zehnten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick bewundernd auf einen Morgenhimmel, der weiterhin einiges kann. Ein arbeitsreicher Tag rund um die Dirndltasche steht bevor, denn mittlerweile melden sich all die Damen, die uns in Woche Eins kennen und lieben gelernt haben und jetzt DRiNGEND eine Brummsel brauchen. Yo, wir schaffen das! Am Abend kehren drei Dirndltaschen in der Bräurosl ein, treffen auch noch die entzückenden beGipsy-Mädels und eine Dirndltasche aus dem heimatlichen Germering. Freudentanz und ganz großes “Hallo, Klaus!”.
♥ elften Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf einen Stapel versandbereiter Dirndltaschen und “WiesnFreunde”. Irgendwas fehlt… Der Schockmoment: Visitenkarten sind aus! Nach einer gründlichen Wohnungsdurchsuchung kann ein Restbestand aufgespürt und in die praktische Rückseitentasche der heute passenden Dirndltasche gesteckt werden. Die großartigen Jungs von run advertising werden informiert und kümmern sich sofort um neue Visitenkarten. Merci, Andi&Frank! Anschließend drehen Biergit mit ihrer einzigartigen Totenkopf-Dirndltasche und die üblichen Verdächtigen eine gediegene Runde über die Wiesn und liefern dabei zwei Brummseln aus. Bevor wir das BrummselBüro in Seniorenheim “WiesnBlick” umtaufen, geben wir lieber nochmal Gas und fahren was. Geschafft! Wir fühlen uns nach Powertower wieder richtig jung und zum Glück auch noch lebendig.
♥ zwölften Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf das leuchtende Weinzelt-Armband. Achja… nach Wiesn-Jahren mit ununterbrochenen Weinzelt-Nächten ist die Luft ein bisserl raus. Aber die liebste “SoSamtig”-Dirndltasche und die reizende Bambi-Schürze möchten unbedingt hin und präsentiert werden. Am Ende ist es natürlich auch wieder so: Wenn man wenig Lust hat, wird´s ein super Abend. Wir treffen zwei weitere Dirndltaschen in der gleichen Box und eine Herrn, der seiner Liebsten Eine geschenkt hat. Gute BrummselQuote, besser kann´s nicht werden, Zeit zu gehen!
♥ dreizehnten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf das Datum. Eine leichte Traurigkeit mischt sich mit der Freude auf noch und gleichzeitig NUR noch fünf Wiesn-Tage… In jedem Gespräch ihrer Freunde hört die Dirndltasche ein “heute Pause, muss fit sein für den Endspurt”. Amateure! Die Wiesnpros gehen selbstverständlich raus und verbringen einen lauschigen Abend im Biergarten der Knödelei. Die Speisekarte macht Bock auf morgen!
♥ vierzehnten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf das reichhaltige Frühstücksangebot. Aber im Dirndl muss noch Platz bleiben für die Spinatknödel abends, daher bleibt´s bei einer kleinen Obstbrotzeit ohne Brot und ohne Zeit. Es ist schon wieder bisserl hektisch im BrummselBüro – ein Herr braucht ganz dringend und sofort und gleich die Designer-Dirndlschürze mit Hirsch. Als alles erledigt ist und vor allem wir selbst, geht´s in die wunderbare Knödelei. Die tolle Freundesrunde macht Dirndltasche & Co. wieder munter und plötzlich steht sogar noch eine After-Wiesn-Aktion an. Dabei treffen wir zu unserer größten Freude zwei Dirndltaschen-Freundinnen aus Berlin. Wiesn, Du bist so wunderschön!
♥ fünfzehnten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf eine kleine Glupperl-Sammlung. Das macht Eins, Zwei, Drei, gute Laune! Und Achterbahn! Eine “MeinMünchen”-Dirndltasche und eine pinkfarbene “CrazyCorsage” machen sich auf den Weg und entern in netter Begleitung die ratternden Höllengefährte. Zur Entspannung geht´s danach auf die Oide Wiesn, wo die Biergarten-Kapelle vor der Schönheitskönigin sich redlich bemüht, lauter zu sein als das Rauschen der berauschten Menge. Es gelingt mitnichten und auch das Klingeln des bPhones in der Dirndltasche hört man nicht mehr. Zum Glück spürt man dank Brummsel an der Frau das Vibrieren und kann die nächsten Ankömmlinge zum Tisch lotsen, die mitrauschen möchten. Danke an die Kapelle, ihr saht super aus!
♥ sechzehnten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick mürrisch auf´s lärmende bPhone. Wir haben versprochen, heute morgen noch eine Dirndltasche nach Schwabing zu bringen, die mittags als Geburtstagsgeschenk überreicht werden soll. Mit der eigenen Dirndltasche am Gürtel eines Strickmäntelchens und der BirthdayBrummsel in der Tüte geht´s also los. Gegenverkehr auf dem Weg zur U-Bahn. Die ganzen Verrückten möchten jetzt schon wieder auf die Festwiese. Absurd! Dirndltasche & Co. gehen gediegen abends in die Vroni und sind überzeugt: Das am meisten unterbewertete Zelt auf der Wiesn.
♥ siebzehnten Tag: Beim Aufstehen fällt der Blick auf einen phantastischen Morgenhimmel. Nach der Wiesn ist bekanntlich Weihnachten, also wird der letzte offizielle Sommertag in München genutzt. Sonnenbrille auf und los! (Dirndl, Bluse, Schürze und Dirndltasche ziehen sich inzwischen von selbst automatisch an. Sehr praktisch.) Das ultimative Marken-Verbraten beginnt in der Vroni. Die übrig gebliebene Bräurosl-Marke schenken wir weiter als Dankeschön an eine treue Dirndltaschen-Multiplikatorin, die uns zufällig auf der Wirtsbudenstraße übern Weg läuft. Weiter geht´s in Augustiner Biergarten und ins Ammer zum “Servus” sagen bei unseren liebsten Bedienungen und – natürlich – letzte Marken loswerden. Danach nehmen Dirndltasche und Freunde die Reservierung im Kaiserschmarrn ein und feiern fein. Nach der Wiesn geht man heim! Hin- und Her gerissen… tun wir´s heute nicht und lassen die Dirndltaschen noch mal gscheit tanzen. Am Tag danach wird klar: Aus is und gor is und schad is das woar is!
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